Lehre

WiSe 2018/2019 Digital ist besser?!
Zurzeit gebe ich das Seminar „Digital ist besser?!“ an der Universität der Künste, Berlin. Es geht der Frage nach, wie ein Begriff der Digitalisierung für die (Kunst-)Vermittlung nutzbar gemacht werden könnte. Denn es prallen im großen Diskurs um Digitalisierungsprozesse in Museen, einem der potentiellen Wirkungs- und Lernorte von Kunst-und Kulturvermittler_innen, die spezifischen Diskurse verschiedener Fachbereiche aufeinander: Der Diskurs der Digital Humanities, die Digitalisierung als Organisationsmöglichkeit von Sammlungsarchiven oder Katalogen begreifen; Der Diskurs um (kritische) Museologie, die sich mit Digitalisierung im Hinblick auf die postkolonialen und antirassistischen Diskurse beschäftigt, sowie die Diskurse der Kunstvermittlung, bei der (auch) repräsentationskritische Ansätze im Mittelpunkt stehen, aber in denen „die“ Digitalisierung weiter noch keinen eigenen, großen Diskurs entwickelt hat. Wir erarbeiten in einer Begriffswerkstatt einen/mehrere Begriff(e) der Digitalisierung für eine Vermittlungspraxis des neugierigen Nachfragens: „Digital ist besser?!“.
Dafür nutzen wir in intensiven Textstudien sowohl Kulturanthropologische Veröffentlichungen der letzten zehn Jahre, arbeiten uns am Begriff der Repräsentationskritik ab, etwa in C. Mörsch (Hrsg.), „Kunstvermittlung zeigen“, 2018, aber auch P. Freire, „Pädagogik der Unterdrückten“, 1998 (1973) und verknüpfen ihn mit der reflexiven Vermittlung, zB.: N. Landkammer: „Das Museum als Ort des Verlernens“, noch nicht veröffentlichte Dissertationsschrift. Wir widmen uns dem Begriff des „Wissens“ in der postkolonialen Theorie (G.C. Spivak; B.Kazeem), in den Diskursen der Kunstvermitlung (P. Freire;  C. Mörsch; N. Bayer/N. Landkammer) und in den Diskursen der Performance / des Theaters, etwa von verkörpertem Wissen, zB. in C. Dertnig (Hrsg.), „Troubling Research. Performing Knowledge in the Arts“, 2014. Damit einhergehend ist auch eine kritische Analyse des „Expert_innen“-Begriffs.

SoSe 2018 Das Museum verlernen
Die Studierenden beschäftigen sich mit Rassismuskritik und Repräsentationsmechanismen im Museum.
Wie kann eine antirassistische Vermittlungspraxis aussehen? Eine experimentelle, begleitetete Intervention im Bode Museum Berlin entsteht.
(Hochschule: Studium Generale / SMB in Kooperation mit der Freien Universität (FU) Berlin, Humboldt-Universität (HU) Berlin und der Technischen Hochschule für Wissenschaft, (THW) Potsdam)

SoSe 2018 Open Access/ Open End? Digitale Kunst- und Kulturvermittlung im Museum
Das Seminar erforscht, auf Basis einer empirischen Feldforschung, digitale Vermittlungspraxen in den Berliner Museen. Die Studierenden vollziehen an Beispielen aus aktuellen Sammlungs- und Ausstellungspräsentationen die Möglichkeiten von Vermittlung mit digitalen Mitteln nach.
(Hochschule: Universität der Künste; Institut für Kunst im Kontext)

WS 2016/17 Gehen und Stolpern im Museum im Neuen Museum, Berlin
Die Teilnehmer_innen erproben Methoden der Kunstvermittlung und entwickeln eigene Zugänge zum Museum und dessen Sammlungen.
Wir lasen gemeinsam Schlüsseltexte aus der Institutional Critique (Andrea Fraser, Wochenklausur, Judith Butler, Claire Bishop) und erprobten die Methoden und Ansätze an den altägyptischen (Kultur-)objekten erprobt. Texte und Strategien von Kunst-und Kulturvermittler/innen (Eva Sturm, Irit Rogoff), die sich kritisch mit ihrer eigenen Rolle in der Institution auseinandersetzen, ergänzten die Zugänge.
Auch Künstlerinnen, die das „Gehen“ als Methode begreifen (Janet Cardiff) kamen zu Wort. Darüber hinaus erforschten wir das Lachen, Stolpern, Stottern, Haken als kritischen, selbstermächtigenden Zugang.
(Hochschule: Studium Generale / SMB in Kooperation mit der Freien Universität (FU) Berlin, Humboldt-Universität (HU) Berlin und der Technischen Hochschule für Wissenschaft, (THW) Potsdam)

 WiSe 2017/2018 Performing Encounters, Inszenierung von Dialogen in der zeitgenössischen Kunst
„Essentially, the documentation is no different to the art“. 
Das Seminar an der Universität der Künste erforscht die Mise-en-Scènes performativer und relationaler Phänomene – und insbesondere deren fotografische Dokumentation.
(Hochschule: Universität der Künste; Institut für Kunstwissenschaft und Ästhetik)

SoSe 2016 Play the Rules! Wie könnte man ein Spiel kreieren, das die Arbeiten Carl Andres auf immaterielle, kluge Weise vermittelt und das zugleich die Strategie der Kuratorinnen des Hamburger Bahnhofs, auf präsente Vermittlung (Labels, Wandtexte) zu verzichten, reflektiert?
Dies Format wurde für die Ausstellung Carl Andre – Sculpture As Place 1958 – 2010 entwickelt. (Hochschule: Studium Generale / SMB in Kooperation mit der Freien Universität (FU) Berlin, Humboldt-Universität (HU) Berlin und der Technischen Hochschule für Wissenschaft, (THW) Potsdam)

WiSe 2011/2012 „How to do things with words – Schreiben über Kunst“
Basiskurs über Kunstkritik, in Kooperation mit dem Kunstverein Braunschweig
(Hochschule: Hochschule für Bildende Künste Braunschweig)

//  Vorträge 2018 //

Stellung beziehen: wie neutral sind Museen, │HTW
8. November 2018, MUTEC, Leipzig

Knotenpunkte – Universitätssammlungen und ihre Netzwerke │ 10. Sammlungstagung │ 7. Jahrestagung der Gesellschaft für Universitätssammlungen e. V.
13.–15. September 2018, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Das Digitale – Latenzraum einer pluralistischen Kunst- und Bildgeschichte? │Ulmer Verein – Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.
22. – 24. November 2018, Universität Stuttgart

// Vorträge 2017 //

Vorspiel transmediale, Berlin
Vortrag serious sparkles über Memes und das politische Bild, im Rahmen der Tagung Artificial stupidity.

game lab Berlin
Vortrag Hacking the Relational über VR als tool für Kuratieren und
Vermitteln, im Rahmen der Tagung reality sucks.

ACUD macht neu
Vortrag #aufschrei, #metoo und We Are Not Surprised, im Rahmen der Vortragsreihe „Why have there been no great women in arts?“

// Vorträge 2016 //

Buddenbrookhaus Lübeck
Vortrag Möglichkeiten des Digitalen für die Kunstvermittlung im Rahmen der Tagung Immaterielles Ausstellen.

// Vorträge 2015 //

Akademie der Künste, Berlin
Leitung des Panels Space Day for Terry Fox und Moderation.

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin
Vortrag Everyone must win – a recall of Buckminster Fullers World Game im Rahmen der Tagung der Black Mountain Collaborative Research Platform.

// Vorträge 2014 //

Burg Giebichenstein, Halle
Vortrag bei der Tagung grenzgaenge – in|zwischen Kunst und Vermittlung, zum Spiel als künstlerische Forschung.