Revisiting Collections

Das internationale Symposium Revisiting Collections – Strategien der Vermittlung von Tangible und Intangible Cultural Heritage im Einstein Center Digital Future, Berlin, bringt Expert_innen aus den Feldern der Kunst-und Kulturvermittlung, den Theaterwissenschaften, sowie den angewandten Wissenschaften zusammen, um sich den Neuen Medien aus der Perspektive der Kunst- und Kulturvermittlung anzunähern.

Zwar werden parallel zum Trend zur Digitalisierung an Institutionen Fragen der Vermittlung mit digitalen Techniken an den europäischen Universitäten aus verschiedenen Perspektiven untersucht: In den Digital Humanities, die Digitalisierung als zugänglichere Organisationsmöglichkeit von Archiven oder Katalogen begreifen; In der kritischen Museologie, die Digitalisierung als Möglichkeit für Sammlungen begreift und sich mit den Auswirkungen der postkolonialen und antirassistischen Diskurse auf die Sammlungsmethoden beschäftigt (zB. Simon, 2010 oder Gesser, Handschin, Jansen, 2012) – aber leider bislang kaum in der Kunst- und Kulturvermittlung selbst, bei der zwar repräsentationskritische Ansätze im Mittelpunkt stehen (zB. Kazeem, Martinz-Turek, Sternfeld, 2009), aber in der „die“ Digitalisierung noch keinen eigenen großen Diskurs entwickelt hat.

Das Symposium setzt an dieser Stelle an und versucht, das Feld der Vermittlung, in dem postkoloniale, antirassistische und queer-/genderkritische Diskurse seit langem geführt werden (Mörsch, 2009; Dhawan, 2009; do Mar Castro Varela, 2009), mit den Diskursen der Performativität (Leeker, 2017) und den dem Technischen eher affirmativ zugewandten Zweigen der angewandten Wissenschaften zusammen zu bringen. Über eine Vernetzung und Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit und der gegenseitigen Befruchtung unterschiedlicher Fachgebiete hinaus bietet das Symposium auch Raum für aktive Beiträge von Studierenden.

Das Symposium „Revisiting Collections – Strategien der Vermittlung von Tangible und Intangible Cultural Heritage.“ widmet sich daher exemplarisch den Feldern:
1) Digitalisierung – Herausforderungen und Chancen für die Vermittlung von Tangible Cultural Heritage (TCH) und Intangible Cultural Heritage (ICH)
1.2) Digitale Vermittlungsformen (best practice und complaints)

2.) Digitales Denken / Postkoloniales Denken
2.2.) Strukturen aufbrechen: Zukunftsvisionen